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Schmiede Balbach – Damast „Made in Germany“

Die großen Namen der Messerwelt – sie kommen aus Osaka, Idaho, Oregon oder… aus Laubuseschbach. Richtig gelesen, die knapp 1.500 Seelen zählende Gemeinde in Mittelhessen hat einen festen Platz im Weltatlas der Messerszene. Grund dafür ist die dort ansässige Schmiede Balbach, die bei Messermachern und Messerfans auf allen Kontinenten für feinsten Damast bekannt ist. Anfang der 1990er Jahre begann Markus Balbach das handwerkliche Feuerverschweißen von Stählen zu erforschen, heute ist der Familienbetrieb aus dem (Hinter-) Taunus Weltmarktführer bei hochwertigem Damaststahl und Titandamast.

Werkbänke, Fallhämmer, Standbohrmaschinen, Sägen, zwei offene Schmiedefeuer und lange Reihen von Schmiedehämmern in allen Größen – das sind die ersten optischen Eindrücke in der großen Werkhalle der Schmiede Balbach. Dröhnend donnert ein Lufthammer auf ein Werkstück. Eine Säge von der Größe eines Mittelklassewagens sprüht einen Funkenregen quer durch die Halle. Das gleißend helle Kohleschmiedefeuer verbreitet tropische Temperaturen. „Manufaktur“ nennt Markus Balbach diesen Bereich, denn hier werden Werkstücke nach Kundenwunsch in Handarbeit herstellt. In einer Ecke der Halle ist ein riesiger Fallhammer in Betrieb – in kurzen Abständen schlägt der Bär (Hammerkopf des Maschinenhammers) auf einem Stück gelbrötlich leuchtenden Stahl auf.

Ein Mitarbeiter schmiedet Damast für einen Kunden in Fernost. Wie vom Kunden gewünscht, entsteht ein fünf Zentimeter breites Band aus Damaststahl. Muster und Abmessungen sind bis ins kleinste Detail vorgegeben. Alle Daten stehen auf einem rußgeschwärzten Computerausdruck, der mit Klebeband am Sockel des riesigen Fallhammers befestigt ist. Dreimal, viermal kracht der Bär auf das glühende Stück Stahl – gewandt dreht es der Schmied zwischen den einzelnen Schlägen. Die Maschine stoppt. Mit einem Messschieber werden Höhe und Breite des Werkstücks gemessen. Noch zweimal donnert der Hammerkopf auf den Stahl, dann verschwindet der bereits erstaunlich symmetrische Vierkant wieder im Schmiedefeuer.

Den vollständigen Text können Sie hier beim Autor einsehen und lesen: knife-blog.com

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