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Erstklassig qualifiziert – Metallhandwerk holte Ausbildungsbetriebe des Jahres aufs Siegertreppchen nach Berlin

Bildunterschrift: Preisträger Lukas Balbach und Markus Balbach, BVM-Vizepräsidenten Martin Hunold und Michael Winterhalter (v. r.).

Laubuseschbach

Am 30. Juni 2017 ehrte der Bundesverband Metall (BVM) während des Bundesobermeistertags in Köln die „Ausbildungsbetriebe des Jahres 2016“ vor rund 100 Teilnehmern aus den Innungen des Metallhandwerks. Mit Spitzenleistungen in der betrieblichen Ausbildung überzeugten Schmiedewerkstätte Markus Balbach e. K. aus Laubuseschbach, Maschinenbau Ehehalt GmbH aus Eppingen-Mühlbach, Werner Hübner GmbH Dreherei & Maschinenbau aus Lüneburg, Willig Fahrzeugbau GmbH aus Mühlau, Plansky Stahl- und Metallbau GmbH aus Wittibreut sowie Josef Diederichs GmbH aus Walhausen. 

Sie bilden seit vielen Jahren Lehrlinge mit überdurchschnittlichen Ergebnissen aus. Im Jahr 2016 haben ihre Auszubildenden als weitere Voraussetzung den Bundesleistungswettbewerb im Metallhandwerk als Bundessieger abgeschlossen. Unternehmer und Familienangehörige kamen nach Köln, um die Auszeichnung vom BVM-Präsidium entgegenzunehmen: „Solche Leistungen erbringt der Nachwuchs nur mit Unterstützung der Betriebe. Sie sind Dreh- und Angelpunkt für erfolgreiche Karrieren im Handwerk und für eine zukunftsfähige Branche“, kommentierte Laudator BVM-Vizepräsident Michael Winterhalter.Regionaler Gewinner Markus und sein Sohn Lukas Balbach aus dem hessischen Laubuseschbach nahmen die Auszeichnung für die Schmiedewerkstätte Markus Balbach e. K. in Empfang. Der „Ausbildungsbetrieb des Jahres“, Bundessieger in der Kategorie „Metallgestaltung“, hat derzeit vier Lehrlinge, ist Spezialist für die Herstellung von Verbundstählen aus Stahl- und Titanwerkstoffen und hat ein Patent auf die Herstellung rostfreien Damaszenerstahls. Seine Produkte werden an die Messer-, Schmuck-, Uhren-, Brillen- und Automobilindustrie geliefert. Inzwischen wird Balbach-Damast in 19 Ländern vertrieben. „Unser Betrieb gibt das Know-how in der Ausbildung an die Jugend weiter. Einen weiteren Ansporn bekommen die Lehrlinge, wenn mein Vater ihnen demonstriert, welche Fertigkeit sie bei uns erreichen können“, so Lukas Balbach. Die Schmiede beschäftigt duale Studenten und bildet Abiturienten zu Metallhanderkern aus. Praktikanten von Schulen und anderen Einrichtungen finden über das ganze Jahr verteilt im Betrieb ihren Platz. Kindergartengruppen, Grundschulklassen und diverse Semester von der Techniker-Schule in Weilburg nutzen regelmäßig die Möglichkeit von Betriebsbesichtigungen und Vorführungen. Einige Jahre lang hat Markus Balbach neben seiner Arbeit im Betrieb an der örtlichen Berufsschule das zweite Berufsschuljahr Metall unterrichtet, Projekte erarbeitet und durchgeführt. Kinder und Jugendliche seien die Träger der Gesellschaft in der Zukunft. Nur wenn sie ausreichende Kompetenzen besäßen und ihnen Chancen geboten werden, können sie Ihr Leben in Verantwortung für sich und andere gestalten. Und eben diese Unterstützung der Jugendprogramme sei am Ende auch für das Handwerk sehr von Bedeutung.Langfristige Spitzenleistungen zählenDie Ausbildungsbetriebe des Jahres stellen den Sieger im praktischen Bundesleistungswettbewerb des Metallhandwerks, den das Bundesfachzentrum Metall und Technik Northeim jedes Jahr für die einzelnen Fachrichtungen ausrichtet. Daran nehmen die besten Lehrlinge der Kammerbezirke teil. Die Kammersieger kommen in den Wettbewerb auf Landesebene und die Landessieger später in den Bundesleistungswettbewerb. „Ausbildungsbetrieb des Jahres für eines der Gewerke zu werden ist anspruchsvoll. Es geht um langfristige Spitzenleistungen. Die Gewinner erfüllen die Kriterien mit Bravour und übernehmen eine Vorbildfunktion“, so Kostyra. Das Ausbildungs-Niveau in Deutschland liegt im europäischen Vergleich bereits an der Spitze. „Stolz sein können alle Ausbildungsbetriebe, die ihre talentierten Lehrlinge bei der Teilnahme am Wettbewerb unterstützen. Denn das sind natürlich viel mehr als wir auszeichnen.“In Köln waren als Ausbildungsbetriebe des Jahres dabei:

- Schmiedewerkstätte Markus Balbach e. K. aus Laubuseschbach, Ausbildungsbetrieb des Jahres in der Disziplin Metallbauerhandwerk – Metallgestaltung

- Maschinenbau Ehehalt GmbH aus Eppingen-Mühlbach, Ausbildungsbetrieb des Jahres in der Disziplin Zerspanungsmechaniker - Frästechnik

- Werner Hübner GmbH Dreherei & Maschinenbau aus Lüneburg, Ausbildungsbetrieb des Jahres in der Disziplin Zerspanungsmechaniker - Drehtechnik

- Willig Fahrzeugbau GmbH aus Mühlau, Ausbildungsbetrieb des Jahres in der Disziplin Metallbauerhandwerk - Nutzfahrzeugbau.

Das deutsche Metallhandwerk mit seinen vielfältigen Karrierewegen bildet derzeit rund 26.500 Lehrlinge aus. Ideale Ausbildungsbedingungen sind nicht an der Betriebsgröße festzumachen. Es geht vielmehr um die richtige Förderung. Das Metallhandwerk befasst sich außerdem mit dem Lernbedarf der „Generation z“: Der heutige Nachwuchs gilt als entscheidungsfreudiger denn je und ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Foto: Auszeichnung Ausbildungsbetrieb des Jahres

 

 

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